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"Godntag"

 

So, hier bin ich und lasse nun endlich wieder mal was von mir hören.

In den letzten Tagen gab es einige Veränderungen in meinem Leben.

Beruflich wie privat - mehr dazu erfährt ihr im Laufe der nächsten Wochen.

Die letzte Woche war ja quasi geprägt vom bekannten Allerheiligenstriezel.

In manchen Regionen ist Allerheiligen ja der sogenannte "Godntag".

Ganz ehrlich, bevor ich meinen Freund kennenlernte war mir dieser Ausdruck gänzlich unbekannt.

Godn? Mein erster Griff war zu meinem Kinn, weil ich dachte ich hätte ein Doppelkinn...

 

Mittlerweile weiß ich dass man mit "Godn" den Taufpaten meint und dieser hat am "Godntag" die Aufgabe seinem Patenkind einen (wenn möglich) selbstgebackenen Zopf zu überbringen.

Also unsereins hat an Allerheiligen einfach nur Striezel gegessen, aber bitte.....

Traditionen soll man ja aufrecht erhalten und da unsere Kinder Taufpaten aus verschiedenen Regionen haben, wurden einige von ihnen quasi zum Striezel backen "zwangsbeglückt".

Aber auch ich komme nicht mehr drumherum, denn erstmals bin auch ich stolze Patentante. Tja, wer anderen einen Grube gräbt,...... ;-).

 

Ich hab mir natürlich gleich meine Helferlein an den Tisch geholt, denn gemeinsam macht backen einfach mehr Freude.

Wie man unschwer erkennen kann hat es den Kindern großen Spaß gemacht, wobei der Hagelzucker anscheinend eine große Anziehungskraft hatte.

Naja, als vorrausschauende Mama hab ich natürlich die doppelte Menge gemacht und somit ging kein Kind leer aus.

 

 

Wusstet ihr eigentlich dass es früher üblich war, den geflochtenen Zopf einer Witwe abzuschneiden und diesen als Opfergabe und Zeichen der Trauer gemeinsam mit dem verstorbenen Ehemann auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen???

Ich finde es da ja wieder interessant dass man davon ausgegangen ist dass die Männer zuerst ins Gras beißen. Und was war quasi die Opfergabe des Mannes, falls nun doch seine Frau zuerst das zeitliche gesegnet hat? Womit haben diese einen Zopf geflochten :-)? Fragen über Fragen.....

 

Also da bin ich dankbar dass sich mittlerweile einiges geändert hat - so ein gebackener Zopf ist schnell gemacht und schmeckt auch noch lecker.

 

Wie läuft das bei euch zu Hause ab?

Brauchtum oder einfach nur Striezel essen?

 

Bin gespannt auf eure Antworten.

 

Alles Liebe, eure Kathi!

 

 

Mein Striezelrezept:

-500g Mehl universal

-5g Honig

-60g Butter handwarm

-30g frische Hefe

-270ml lauwarme Milch

-60g Zucker

-8g Vanillezucker

-7g Salz

 

-1 Ei zum Bestreichen

 

1. Die Milch etwas erwärmen und die Hefe einrühren.

 

2. Alle Zutaten miteinander vermengen. Teig 10min kneten und anschließend für 20min zugedeckt rasten lassen.

 

3. Teig nochmals kurz durchkneten und die gewünschte Stranganzahl als Kugeln formen. Diese nochmal 10min ruhen lassen.

 

4. Den Striezel daraus flechten und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.

Mit Wasser besprühen, mit einem Geschirrtuch abdecken und bei Raumtemperatur ca. 30min gehen lassen.

 

5. In der Zwischenzeit den Backofen auf 170°C Heißluft vorheizen.

 

6. Den Striezel mit verquirltem Ei bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen.

 

7. ca. 28min bei 170°C Heißluft backen.

 

Gutes Gelingen!!!!

 

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